Gewässerordnung Bezirk Weser 8

 

Gemeinsame Gewässerordnung des Bezirks 8 Weser ( Geltungsbereich Weser )

§ 1

 

Am Fischwasser sind folgene Papiere mitzuführen:

Gültiger Vereins - Erlaubnisschein. Fischereischein oder Personalausweis, Gewässerordnung, Sportfischerpass. Für die Erteilung des Erlaubnisscheins ist der Nachweis der Fischerprüfung erforderlich. Neben dieser Gewässerordnung sind alle gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen, insbesondere das Tier-, Natur - und Umweltschutzgesetz zu beachten.

 

§ 2

Fangstatistik:

 

Es muss ein Fangbuch geführt werden und alle Fänge im Jahr müssen getrennt nach Fischart, Stückzahl, Kg und fristgerecht bis zum 31.12. dem Vorstand des Vereins auszuhändigen. Die Beweispflicht obliegt dem Mitglied. Fehlanzeige ist erforderlich

 

§ 3

Gastkarten

 

Der Gast muss im Besitz der gesetzlichen vorgeschriebenen Ausweise sein § 1. Der Nachweis der abgelegten Fischerprüfung ist zu erbringen. Dieser Nachweis entfällt bei ausländischen Gastanglern, sofern sie nicht ihren Wohnsitz in der BRD haben. Der Gastangler ist zur Abgabe einer fangmeldung verpflichtet.

 

§ 4

 

Fischereiaufsicht und Kontrolle

 

Fischereiaufsehern und Amtsträgern des Vereins ist die Angelberechtigung vorzuweisen. Die Ausweise sind auf verlangen vorzuzeigen, ebenso der erzielte fang. Den Anordnungen der Fischereiaufseher und Amtsträger ist unbedingt Folge zu leisten. Auch jedes Vereinsmitglied ist berechtigt, die Fischereiberechtigung seines Nachbarn, oder bei besonderer Auffälligkeit anderer Personen zu prüfen. Als Legitimation gelten die Vereinspapiere.

 

§ 5

 

Pflichten und Rücksichtsnahme

 

Jedes Mitglied ist verpflichtet, auf Fischfrevel und Fischwiderei zu achten. Es soll mit Hilfe von Fischereiaufsehern, Gewässerwarten oder Organe der Polizei zur strafrechtlichen Verfolgung des Täters beitragen und den Vorstand unterrichten. Unkammeradschaftliches und nicht waidgerechtes  Verhalten, Verstöße gegen die Vereinsdisziplin und gegen die Gewässerordnung sind dem Vorstand schnellstens schriftlich zu melden. Bei Gewässerverunreinigungen, Fischsterben, Fischkrankheiten, unrechtmässigen Veränderungen an gewässern und Ufern, Bisambefall und anderen Schäden ist der Vorsitz, der Gewässerwart und der Gewässerschutz unverzüglich zu unterrichten, um ein sofortiges Eingreifen zu ermöglichen.

 

§6

 

Uferbetretung und Uferbenutzung

 

Landwirtschaftliche Nutzflächen am Wasser dürfen nur vom Angler und auch nur an der Uferkante betreten werden. Familienangehörigen und Freunden steht das Betretungsrecht nicht zu. Das Fahren mit Kraftfahrzeugen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ist untersagt. Jeder Angelplatz ist im sauberen Zustand wieder zu verlassen. Insbesondere ist das Liegenlassen von Angelhaken, Schnüren wegen der Gefährdung der Tierwelt verboten. Eingefriedigte, bebaute Grundstücke dürfen nicht ohne Genehmigung betreten werden. Ebenso sind die Anlagen des Wasserbauamtes, Weideeinzäunungen und Weidetore stets zu schließen. Jegliche Beschädigungen der Uferböschungen und Anpflanzungen sind verboten. Die Schiffahrt darf durch das Angeln nicht behindert werden.

Für den durch Uferbetretung angerichteten Schaden, sowie durch andere Schäden haftet der Schadensstifter persönlich. 

 

§ 7

 

Fanggeräte

 

Erlaubt sind 2 Handangeln insgesamt. Nur mit einer der beiden erlaubten Handangeln kann auf Raubfisch geangelt werden. Erlaubt sind für  Friedfische: Posenangel, Grundangel, Laufbleiangel und Schwemmbrotangel. Jede Angel darf nur mit einem Haken versehen werden.

Raubfische: Posen- und Grundangel oder Spinngerät. Stahlvorfach oder mehrfädiges Vorfach ist erforderlich. Fliegenfischerei ist grundsätzlich erlaubt.

Aale: Posenangeln, Grundangeln, Laufbleiangeln.

Für die Friedfischangeln sind nur Einzelhaken zugelassen.

 

§ 8

 

Behandlung der Fische nach dem Fang

 

Gefangene Fische müssen mit nassen Händen oder nassem Tuch, sowie Hakenlöser vom Haken gelöst werden. Der Fisch ist sofort nach dem Fang zu betäuben und zu töten. Untermaßige Fische müssen auf jeden Fall sofort vorsichtig vom Haken gelöst und vorsichtig ins Wasser zurückgesetzt werden.

 

§ 9

 

Unerlaubtes Verhalten, verbotene Fanggeräte und Fangmethoden 

 

Nicht erlaubt ist: Zum Fischfang ausgelegte Angeln am Wasser unbeaufsichtigt zu lassen; den Abstand der ausgelegten Handangeln von mehr als 10 Metern zu überschreiten, gefangene Fische zu verkaufen oder gegen Sachwerte einzutauschen.

Verboten ist: Lebende Frösche und warmblütige Tiere als Angelköder zu benutzen; das eigenmächtige Einbringen von allen Fischarten aus fremden Gewässern; das Fischen mit Aalgrundschnüren und Aalreusen, sowie Aalkörben und Netzen; die unerlaubte Verwendung eines Elektro- Fischfanggerätes; das Angeln mit lebenden Köderfischen, Farbstoffe in Futter und naturködern zu verwenden.

 

§ 10

 

Verordnung über die Fischerei in Binnengewässern ( Binnenfischereiordnung ) vom 27. April 1978 - Fangbeschränkung

 

Es ist verboten, Fische folgender Art zu fangen: Bachschmerle, Bitterling, Elritze, Groppe, Lachs, Meerforelle, Nase, Neunstachliger Stichling, Rapfen, Schlammpeitzger, Steinbeißer, Stör.

Lachse, Meerforellen, Nasen, Rapfen und Störe dürfen in Gewässern, in den sie als Besatz eingebracht worden sind, gefangen werden.

 

§ 11

 

( 1 )

 

Es ist verboten, Fische und Krebse folgener Arten zu fangen, wenn sie nicht mindestens folgene Länge haben ( untermaßige Fische und Krebse )

 

Aal  35cm,   Äsche 30cm,   Bachforelle  25cm, Barbe 35cm,   Hecht 50 cm, Karpfen 35 cm, Meerforelle 40 cm, Quappe 35 cm, Schleie 25 cm, Wels 50 cm, Zander 40 cm, Flusskrebs 11 cm, Nase 25 cm ( sowie der Fang nach § 10 Satzung 2 zulässig ist ), Rapfen 40 cm ( soweit der Fang nach § 10 Satzung 2 zulässig ist ), Regenbogenforelle 25 cm, Seeforelle 30 cm.

 

( 2 )

 

Die Länge ist bei Fischen von der Kopfspitze bis zum äußersten Ende der Schwanzflosse, bei Krebsen von der Kopfspitze bis zum Ende des Schwanzes ( Abdomen ) zu messen.

 

§ 12 

 

( 1 )

 

Es ist verboten, Fische und Krebse folgender Arten während der folgenden Zeiten ( Artenschonzeit ) zu fangen:

Äsche          vom 01.März        -  15. Mai

Bachforelle  vom 01. Okt.        -  31. März

Hecht           vom 01. Jan.        -  30. April

Meerforelle vom 01. Okt.         - 31. März

Flusskrebs   vom 01. Nov.        - 30. Juni

Zander         vom 01. Jan.         - 30. April

Das Angeln mit Raubfischködern ist vom 01.01. bis 30.04. des Jahres verboten

 

§ 13 

 

( 1 )

 

Werden Fische und Krebse lebend gefangen, deren Fang nach § 10 bis § 12 verboten ist, so hat der Fischer sie unverzüglich ins Wasser zu setzen: werden sie beim Fang getötet oder sind sie nicht mehr lebensfähig, so hat er unverzüglich unschädlich zu beseitigen, ihre Verwertung ist verboten.

 

( 2 )

 

Es ist verboten, Fische der in den § 10 und 11 aufgeführten Arten als Köderfische zu verwenden.

 

§ 14

 

Die enthaltenen Vorschriften sind für alle Angelfischer verbindlich

 

Sondervorschriften für die einzelnen Angelreviere, soweit sie von den Bestimmungen dieser GO abweichen, sind auf den " Erlaubnisscheinen zum Fischfang" vermerkt und damit auch Bestandteil dieser GO. Für Erlaubnisscheininhaber gelten zusätzlich auf den Schein eingetragene Einschränkungen. 

Erlaubnisscheininhaber, soweit sie nicht Mitglied der Jugendgruppe des Vereins sind, dürfen bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres nur in Begleitung eines erwachsenen Angelberechtigten mit einer Rute auf Friedfisch angeln.

Jugendliche Vereinsmitglieder ab den 14. Lebensjahr sind nach Ablegung der Sportfischerprüfung allein, ohne Aufsicht unter Berücksichtigung der Vereinsvorschriften, angelberechtigt.

 

§ 15

 

Laichschonreviere, durch Bojen, Stangen, Tafeln usw. kenntlich gemacht, dürfen nicht beangelt werden.

Fangbeschränkung für die Weser; pro Tag 3 Edelfische.

Diese Gewässerordnung wurde auf der Bezirkstagung am 16. März 2003 in Rinteln verabschiedet und trat am 01.01.2004 in Kraft.

 

 

 

 

 

 

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